Allgemeine Geschäftsbedingungen

Allgemeine Reisebestimmungen 

Crew Member Segel Events (in weiterer Folge als „CM-Event“ bezeichnet) sind aktive Sportreisen mit einem größeren Mass an Eigenverantwortung und einer gewissen körperlichen Fitness und Eignung. 

1. Segelsportveranstaltung
Die Teilnehmer an einem Crew Member Segeltörn beteiligen sich an einer gemeinsamen Segelsportveranstaltung und sind Teil der segelnden Crew.
Ein CM-Event ist keine Rund- oder Pauschalreise. Tagesziele werden durch mehrere Faktoren, wie z.B. Wetter oder der Crew, beeinflusst und final vom Schiffsführer entschieden. Alle angeführten Routen sind beispielhaft. Massgeblich ist das angegebene Segelrevier in dem der CM-Event stattfindet. 

2. Anforderungen an die Teilnehmer
Mit der Buchung des Törns verpflichten sich die Teilnehmer am CM-Event aktiv mitzuarbeiten.
Die Teilnehmer sind ab Betreten der Yacht zu Beginn des Törns bis zum Verlassen der Yacht am Ende des Törns Teil der Crew. Zur Crew zählen Skipper, Co-Skipper, und alle anderen Mitreisenden an Bord einer Yacht. Die Crew ist gemeinsam für den Ablauf des Events verantwortlich und trägt mit der Bereitschaft zum Crew Mitglied und dem Einsatz ihrer Fähigkeiten zum Gelingen des CM-Events bei. Mögliche Aufgaben der Teilnehmer sind z.B. Unterstützung beim An- und Ablegen, Segel setzen und bergen, unterstützen bei Segelmanövern,.. 

3. Verhalten an Bord der Yacht
Während des Törns ist es erforderlich, dass alle Crew Mitglieder sich bei allen Aktivitäten an Bord kameradschaftlich beteiligen. Gemeinschaftsgeist, Hilfsbereitschaft, Flexibilität, Kompromissbereitschaft, Geduld sowie Rücksichtnahme innerhalb der Crew werden vorausgesetzt. 

4. Körperliche und Gesundheitliche Anforderungen
Ein CM-Event als sportliche Veranstaltung kann durch äußere Einflüsse körperlich anstrengend sein. Es ist die Aufgabe des Teilnehmers vor Buchung der Veranstaltung, ggf. durch Rücksprache mit einem Arzt, zu prüfen, ob seine individuell gesundheitliche und körperliche Fitness den Anforderungen eines Mit-Seglers bei einem Segeltörn entsprechen.
Auf einem CM-Event gibt es ausser des gesetzlich vorgeschriebenen Erste-Hilfepaketes keine unmittelbare medizinische Versorgung. 

5. Überliegezeiten; Ersatzyacht, nachträgliche Leistungsänderungen
Überliegezeiten sind Ausfallzeiten der Segelyacht zu Beginn oder während des Events aufgrund von unvorhergesehenen Wartungs- oder Reparaturerfordernissen oder sicherheitsbedingten Verzögerungen der Vor-Crew. Vor dem ersten Betreten der Yacht und während des Events sind solche Überliegezeiten von bis zu einem Tag pro 7 Tage Reisedauer hinzunehmen, wenn sie für den Reisenden und nicht erheblich sind (nach Vertragsschluss notwendig werdende Änderungen wesentlicher Leistungen, die nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt werden, sind zulässig, wenn sie nicht erheblich sind und den Gesamtzuschnitt Ihrer Reise nicht beeinträchtigen). Ebenso behalten wir uns in diesem zumutbaren und normalen Rahmen den kurzfristigen Austausch einer ausgeschriebenen Yacht bei ähnlichem Standard, d.h. dem Verhältnis von Kojen / Teilnehmer, vor. Dies kann der Fall sein, wenn die geplante Yacht nicht einsatzbereit ist. Gleiches gilt, wenn statt eines Katamarans nur eine Einrumpfyacht zur Verfügung steht. Soweit die Leistung auf einem Katamaran einen höheren Preis hat als auf einem Einrumpfboot, erfolgt selbstverständlich ein entsprechender finanzieller Ausgleich an den Kunden. 

6. Sicherheit und notwendige Mitwirkung
Bei allen Sportaktivitäten sind die vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten. Sportteilnehmer, die sich nicht an die Sport- und Sicherheitsregeln halten und sich oder andere trotz einer entsprechenden Abmahnung durch den Sportbetreuer bzw. uns übermäßig gefährden und die Reise stören, werden von der Sportveranstaltung fristlos ausgeschlossen. Diese Mitwirkungspflicht gilt insbesondere auch für Sportaktivitäten, die auf die Mitwirkung Einzelner in der Gruppe oder partnerschaftlich angewiesen sind. Wird ein Sportteilnehmer derart von der Sportveranstaltung ausgeschlossen, behält der Veranstalter der Sportleistung den Anspruch auf das Entgelt, muss sich jedoch den Wert der ersparten Aufwendungen und ggf. Erstattungen oder ähnliche Vorteile anrechnen lassen. Eventuelle Mehrkosten für die Rückbeförderung trägt der ausgeschlossene Teilnehmer selbst. 

7. Versicherungen
Die Yachten sind vollkasko- und haftpflichtversichert, verbunden mit einem Selbstbehalt. In Höhe des Selbstbehaltes ist von der Crew gemeinsam vor Ort eine Kaution zu stellen. Der einzelne Teilnehmer haftet unter den angebotenen Versicherungen nach deren Allgemeinen Versicherungsbedingungen begrenzt auf maximal Euro 350. 

In einigen Revieren hat die Crew die Möglichkeit, den Kasko-Selbstbehalt durch einen Beitrag aus der Bordkasse zu versichern (Kautionsversicherung). Wir empfehlen den Teilnehmern, auch persönlich für sich selbst die für die Sportaktivitäten geeignete privaten Haftpflicht- und/oder Unfallversicherungen abzuschließen, ebenso den Abschluss einer Reiserücktritts-Versicherung und einer Versicherung zur Deckung der Rückführungskosten bei Unfall oder Krankheit sowie einer auch im Ausland gültigen Krankenversicherung.